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Immer mehr Förderschulen in Hessen zu sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentren ausgebaut

Dieser Beitrag ist abgelaufen: 31. Dezember 2014 00:00

Immer mehr Förderschulen in Hessen werden zu sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentren (BFZ) ausgebaut. Nachdem zuletzt durch Genehmigungserlasse zur Fortschreibung der Schulentwicklungspläne in den Schulamtsbereichen Fulda und Main-Kinzig drei weitere BFZ eingerichtet worden sind, verfügt Hessen zum Schuljahr 2011/2012 nun über insgesamt 124 sonderpädagogische Beratungs- und Förderzentren (18 überregionale BFZ, 106 regionale BFZ). „Das ist eine außerordentlich positive Entwicklung. Wir sind auf einem guten Weg, eine flächendeckende Versorgung mit Beratungs- und Förderzentren in Hessen zu erreichen“, sagte Kultusministerin Dorothea Henzler.

 

Mit dem Ausbau von Förderschulen zu sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentren verfolgt Hessen das Ziel, Schülerinnen und Schülern mit Lern-, Sprach- und Verhaltensschwierigkeiten sowie mit Hör- und Sehbeeinträchtigungen frühzeitig qualifizierte Unterstützung durch Förderschullehrkräfte zukommen zu lassen. Dazu suchen die Förderschullehrkräfte die Schülerinnen und Schüler in den Regelschulen auf, beraten die Lehrkräfte der allgemeinen Schulen und organisieren gemeinsam eine gezielte Förderung. Die Lehrkräfte der BFZ arbeiten auch mit den Eltern eng zusammen. Sie suchen zudem den Kontakt zu Beratungsstellen der Kinder- und Jugendhilfe und arbeiten mit anderen außerschulischen Institutionen zusammen. Mit sonderpädagogischer Unterstützung sollen die Kinder und Jugendlichen weiter den Lernzielen der allgemeinen Schule folgen können und in ihrem Lebensumfeld stabilisiert werden.

„Den sonderpädagogischen Beratungs- und Förderzentren kommt sowohl bei der Prävention und Minderung von Beeinträchtigungen als auch bei der Integration und Rehabilitation eine immer stärkere Bedeutung zu“, so die Ministerin. „Die Zusammenarbeit zwischen den BFZ und den Regelschulen hilft nicht nur den betroffenen Schülerinnen und Schülern, sondern führt auch dazu, dass die Lehrkräfte in den allgemeinen Schulen differenzierter und individualisierter unterrichten.“

Den Beratungs- und Förderzentren fällt überdies in den nächsten Jahren eine entscheidende Rolle in der Sicherung der sonderpädagogischen Förderung an der allgemeinen Schule und der Verteilung personeller Ressourcen zu. Im Entwurf der Schulgesetznovelle sind die BFZ eingebunden in die Entscheidung über die weitere Förderung des Kindes an der allgemeinen Schule, welche die Schulleitung trifft.

| 2. Mai 2011 14:19