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Einrichtung einer "Börse" in Frankfurt

Beschreibung

Nachdem das Wechselgeschäft im 16. Jahrhundert bei gleichzeitiger Verwilderung zusehends an Bedeutung gewonnen hat, genehmigt der Frankfurter Rat einigen angesehenen Kauf- und Handelsleuten die Einrichtung einer "Börse", um den Wert der gebräuchlichsten Münzen in marktgerechten Wechselkursen festzulegen. Dies ermöglicht auf den Frankfurter Messen seriöse Zahlungen von und nach allen wichtigen Handelsplätzen Europas. 1625 erscheint der erste amtliche Kurszettel für zwölf Geldsorten; Börsenversammlungen werden auch außerhalb der Messezeiten abgehalten; Frankfurt beginnt sich zu einem der führenden Finanzplätze zu entwickeln. - Wertpapiere und Aktien werden in Frankfurt allerdings erst später unter Teilnahme der Frankfurter Banken (Bethmann und Rothschild) gehandelt: Ende des 17. Jahrhunderts beginnt der regelmäßige Handel mit Schuldscheinen und Anleihen, Ende des 18. Jahrhunderts mit Staatsanleihen, 1820 wird in Frankfurt erstmals eine Aktie gehandeltbevorzugt werden weiter die Obligationen, bis Ende des 19. Jahrhunderts - Konkurrenz zur Hauptstadtbörse - die Aktionbörse entseht.  Frankfurt ist heute Deutschlands führender Börsenplatz. Bulle und Bär symbolisieren Hausse und Baisse (steigende und fallende Kurse).

Datum 09.09.1585