Hessischer Bildungsserver

Ausstellungen

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15.09.2017 10:00 - 28.01.2018 00:00

Karin Kneffels Gemälde zeigen eine Welt zwischen Erinnerung, Traum und Realität. Lichtreflexe, Spielelungen und beschlagene Fensterscheiben lenken unseren Blick auf Häuserfassaden und in Innenräume. Mit naturalistischer Genauigkeit schafft diese Malerei eine Wirklichkeit voller Details und Anspielungen. Nichts ist so wie es zunächst scheint. In dieser Ausstellung folgen wir den Fährten in Karin Kneffels Bildern und werden zu Bilder-Detektiven.


Begleitend zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Workshop-Programm. Für Besucherinnen und Besucher aller Altersgruppen bietet die Ausstellung ein Postkarten-Spiel für eigene Entdeckungen.

Information und Anmeldung: Kinder-Akademie Fulda, Telefon 0661.90273-0, www.kaf.de

Museum Künstlerkolonie

27.07.2017 11:00 - 18.02.2018 18:00

http://www.mathildenhoehe.eu/assets/Ausstellung/raumkunst/Presse/1-Plakat-BehrensStuhl-Presse.jpgAm 27. Juli 2017 öffnet das Museum Künstlerkolonie seine Türen für den ersten Teil der Sammlungsneugestaltung. Nicht mehr chronologisch, sondern anhand thematischer Schwerpunkte wird die Ausstellung den Besuchern das besondere Schaffen der Künstlerkolonie Darmstadt zwischen 1901–1914 und darüber hinaus präsentieren.
„RAUMKUNST – Made in Darmstadt“ nimmt Bezug auf die Idee der Künstlerkolonie-Mitglieder, mit jedem einzelnen Projektentwurf eine Durchdringung von Kunst und Alltag zu erreichen. Einzelne Objekte sollten nicht nur ästhetisch gestaltet sein, sondern im Zusammenspiel – als Teil komplett durchgestalteter Raumarrangements – zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Dieses wegweisende Prinzip, die Kunstwerke und Möbel in Wohnräumen vollständig aufeinander abzustimmen, wird in der neuen Sammlungsausstellung anhand verschiedener Beispiele sichtbar.
Präsentiert werden über 150 Möbel, Raumensembles, Keramiken, Bücher, Textilien, Skulpturen, Modelle, Gemälde, Druckgraphiken und Zeichnungen von Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens, Hans Christiansen, Albin Müller u.a.

Abb.: Plakat zur Ausstellung „Raumkunst – Made in Darmstadt, Motiv: Peter Behrens
Armlehnstuhl, 1900/01

27.10.2017 10:00 - 25.02.2018 17:00

Genau 100 Jahre nachdem der Privatier und Kunstsammler Heinrich Kirchhoff seine bedeutende Sammlung mit Werken der Avantgarde erstmals im Museum Wiesbaden gezeigt hatte, wird diese nun am selben Ort wieder zusammengeführt. Kirchhoff (1874–1934) ließ sich zur Jahreswende 1908/09 in der Kurstadt Wiesbaden nieder mit dem Wunsch, sich dort seinen Leidenschaften Kunst und Natur zu widmen. Hier stellte er innerhalb weniger Jahre eine Kollektion zusammen, die hochwertige Arbeiten der Künstler wie Paul Klee, Emil Nolde und Franz Marc vereinte. Auf seine Einladung hin kam auch Alexej von Jawlensky nach Wiesbaden und ließ sich hier bis an sein Lebensende nieder. Die Villa von Kirchhoff in der Beethovenstraße 10 bot mit ihrem außergewöhnlichen Garten, den der Hausherr selbst angelegt hatte, ein paradiesisches Idyll. Botanik-Freunde und Kunstinteressierte waren gleichermaßen magisch angezogen. Kirchhoff beabsichtigte schon früh, seine Sammlungen für alle Bürger zu öffnen und mit ihr als beispielhaftem Lehrstück die Kurstadt zu einem Zentrum der künstlerischen Moderne werden zu lassen.

 

27.10.2017 10:00 - 25.02.2018 17:00

Soziale Spannungen, politische Kämpfe, gesellschaftliche Umbrüche, aber auch künstlerische Revolutionen und Neuerungen charakterisieren die Weimarer Republik.

In einer großen Themenausstellung wirft die Schirn Kunsthalle Frankfurt ab dem 27. Oktober 2017 einen Blick auf die Kunst im Deutschland der Jahre 1918 bis 1933. Direkte, ironische, wütende, anklagende und oftmals auch prophetische Werke verdeutlichen den Kampf um die Demokratie und zeichnen das Bild einer Gesellschaft in der Krise und im Übergang. Die Probleme der Zeit bewegten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler zu einer Spiegelung der Wirklichkeit und des Alltags, auf der Suche nach einem neuen Realismus oder „Naturalismus“. Mit individueller Handschrift hielten sie die Geschichten ihrer Zeitgenossen einprägsam fest: Die Verarbeitung der Folgen des Ersten Weltkriegs mit Darstellungen von versehrten Soldaten und von „Kriegsgewinnlern“, die Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die Großstadt mit ihrer Vergnügungsindustrie und die zunehmende Prostitution, die politischen Unruhen und wirtschaftlichen Abgründe werden in der Ausstellung ebenso verhandelt wie das Rollenbild der Neuen Frau, die Debatten um die Paragrafen 175 und 218 – die Strafbarkeit von Homosexualität und Abtreibung –, die sozialen Veränderungen durch die Industrialisierung oder die wachsende Begeisterung für den Sport.

In der Zusammenschau entsteht ein eindrückliches Panorama einer Zeit, deren Themen auch nach 100 Jahren nichts an Aktualität und Diskussionspotenzial verloren haben. Im Fokus der Ausstellung steht das Unbehagen der Epoche, das sich in den Motiven und Inhalten wie auch in einem breiten stilistischen Spektrum zeigt.

Die Schirn vereint rund 200 Gemälde, Grafiken und Skulpturen von 62 bekannten sowie bislang weniger beachteten Künstlerinnen und Künstlern, darunter Max Beckmann, Kate Diehn-Bitt, Otto Dix, Dodo, Conrad Felixmüller, George Grosz, Franz Radziwill, Christian Schad. Historische Filme, Zeitschriften, Plakate und Fotografien liefern darüber hinaus Hintergrundinformationen.

Abbildung: Dodo, Logenlogik, Für die Zeitschrift ULK, 1929, Gouache über
Bleistift auf Karton, 40 x 30 cm, Privatsammlung Hamburg, ©
Krümmer Fine Art

11.06.2017 - 21.03.2018

Mathematik gehört zu den ältesten kulturellen Errungenschaften der Menschheit. Schon beinahe immer haben Menschen Zahlen und Formen benutzt, um die Welt wahrzunehmen, sie zu verstehen und zu gestalten. Die Ausstellung besteht aus vier Berei­chen: Zahlen und Zählen, Formen und Muster, Himmel und Erde, Spielen und Denken. "Wurzeln der Mathematik" zeigt, wie die Sprache der Zahlen und Formen zwar an sehr unterschiedlichen Stellen der Welt mit verschiedenen Darstellungen entstanden ist, sich aber zu einer weltumspannenden Sprache zusammengefügt hat.Die Ausstellung lädt Besucher jeden Alters dazu ein, in einer besonderen Atmos­phäre an neu entwickelten interaktiven Exponaten und historischen Darstellungen die Anfänge der Mathematik zu erleben. Sie erfahren, wie diese bis heute nachwirken und eine Grundlage unserer heutigen Welt bilden.

Schirmherrschaft: Ministerpräsident Volker Bouffier

Unterstützt durch die Klaus-Tschira-Stiftung

Kraft der Verwandlung

08.02.2018 - 21.05.2018

Peter Paul Rubens (1577–1640) hat die europäische Barockmalerei geprägt wie kaum ein anderer Künstler. Anhand von etwa 100 Arbeiten – darunter 31 Gemälde und 23 Zeichnungen von Rubens – arbeitet die Schau einen bisher wenig beachteten Aspekt im Schaffensprozess des Meisters heraus: Sie zeigt, wie tief Rubens in den Dialog mit Kunstwerken berühmter Vorgänger und Zeitgenossen eintrat und wie dies sein fünfzigjähriges Schaffen prägte.

Zur Ausstellung bietet das Städel Museum ein umfangreiches Programm für alle Jahrgangsstufen an. Neben thematischen Führungen durch die Ausstellung werden auch verschiedene Workshops angeboten, die sich nicht nur auf das malerische und zeichnerische Gestalten beschränken, sondern auch Techniken des kreativen Schreibens miteinbeziehen.

Darüber hinaus gibt es zur Ausstellung auch wieder ein Digitorial.

Abbildung: Ausstellungsansicht "Rubens. Kraft der Verwandlung"
Foto: Städel Museum

16.02.2018 10:00 - 27.05.2018 18:00

 

 

Jean-Michel Basquiat (1960–1988) zählt heute zu den bedeu­tends­ten Künst­lern des 20. Jahr­hun­derts. Mehr als 30 Jahre nach seiner letz­ten Einzel­prä­sen­ta­tion in einer öffent­li­chen Samm­lung in Deutsch­land widmet die Schirn Kunst­halle Frank­furt dem Werk des US-ameri­ka­ni­schen Künst­lers eine große Ausstel­lung.

 

 

 

Zur Ausstellung bietet die Schirn einige Praxis-Workshops an

SCHIEFER SCRATCHING AB 5. KLASSE

Ausge­rüs­tet mit Schie­fer­ta­fel und Grif­fel, wird in der Ausstel­lung Basqui­ats Figu­ren-, Zeichen- und Begriffs­welt genau unter die Lupe genom­men und als Zitat auf der Tafel skiz­ziert. In einen neuen Sinn­zu­sam­men­hang gestellt, entste­hen mit indi­vi­du­el­ler Hand­schrift eigene Bild­werke, die im Foto fest­ge­hal­ten werden

KLEIN ABER SOHO AB 7. KLASSE

Basqui­ats Post­kar­ten, die er in einer Mixed-Media-Tech­nik produ­zierte und mit denen er sich nicht nur ein paar Dollar verdiente, sondern auch die dama­lige Künst­ler- und Gale­rie­szene beein­druckte, regen zu eige­nen Post­kar­ten­ideen an

GRAFIK/FLÄCHE/SCHRIFT AB 8. KLASSE

Inspi­riert durch die groß­for­ma­ti­gen Arbei­ten der Ausstel­lung, entsteht in Gemein­schafts­ar­beit ein mosa­ik­ar­ti­ges Werk aus mehre­ren 30 x 40 cm Malplat­ten. Dabei setzen sich die Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit Gestal­tungs- und Kompo­si­ti­ons­prin­zi­pien sowie dem Verhält­nis von Farbe, Figur und Schrift in den Arbei­ten Basqui­ats gestal­te­risch ausein­an­der

 

Abbildung: Schirn_Presse_Jean-Michel_Basquiat_painting_1983.jpg
Jean-Michel Basquiat painting, 1983, © Roland Hagenberg

Aspekte des Dokumentarischen in der fotografischen Sammlung des MMK

23.04.2018 10:00 - 15.07.2018 18:00

 

 

 

 

Bild: Ausstellungsansicht/
Beat Streuli,Sydney/Melbourne,
1997/1998,© Beat Streuli,
Foto: Axel Schneider  

 

 Ob auf dem Smartphone, in der Zeitung oder am Computer –jeden Tag nehmen wir unsere Welt über eine Flut von Fotografien wahr. Die Ausstellung „Image Profile. Aspekte des Dokumentarischen in der fotografischen Sammlung des MMK“ zeigt, wie sich Künstlerinnen und Künstler aus der Sammlung des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main in ihren Werken mit Bildern aus den Medien auseinandersetzen. Die Präsentation umspannt ein breites Spektrum aktueller Ausdrucksformen von gesellschaftspolitischer Reportagefotografie bis hin zu Aspekten subjektiver, konzeptueller oder inszenierter Fotografie.

Mit ihren technischen Implikationen, ihren bildnerischen Möglichkeiten und ihrem dokumentarischen Charakter war die Fotografie schon immer eines der signifikantesten der Moderne.Die vielfältige fototechnische Bandbreite reicht in „Image Profile“ von Vintage Prints auf Barytpapier über monumentale Cibachrome bis hin zu Inkjet-Prints und Offsetdrucken auf Papier. Die präsentierten Werke reflektieren politische Themen und gesellschaftliche Krisen unserer Gegenwart, die in der Presse durch Bilder verbreitet wurden und hinterfragen den vermeintlich authentischen Charakter der Pressefotografien. Viele der Arbeiten thematisieren dabei die Prägung unserer visuellen Vorstellungskraft durch die Medienbilder.


Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung
Nobuyoshi Araki, Kader Attia, Christian Boltanski, David Claerbout, Larry Clark, Thomas Demand, Stefan Exler, Hans-Peter Feldmann, Fischli/Weiss, Günter Förg, Douglas Gordon, Ilja C. Hendel, Noritoshi Hirakawa, Axel Hütte, Barbara Klemm, Mike Mandel, Ryuji Miyamoto, Santu Mofokeng, Anja Niedringhaus, Inge Rambow, Joe Rosenthal, Thomas Ruff, Larry Sultan, Taryn Simon, Dayanita Singh, Beat Streuli, Wolfgang Tillmans, Abisag Tüllmann, Jeff Wall, Tobias Zielony

Reise in die Arbeitswelten der Zukunft

15.09.2018 10:00 - 17.09.2018 19:00

Quelle: Ilja Hendel/WiDDas Ausstellungsschiff MS Wissenschaft macht im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 15. bis 17.09 in Frankfurt halt. Zum Thema "Arbeitswelten der Zukunft" werden dabei interaktive Exponate für Kinder ab 12 Jahren zugänglich gemacht. Der Eintritt ist frei. Schulklassen können sich direkt auf der Webseite der MS Wissenschaft anmelden.

Wie verändert digitale Technik das Arbeitsleben in Büros und Fabrikhallen? Was macht gute Arbeit aus, was fördert Kreativität und Zufriedenheit? Und: Welche Berufe wird es in Zukunft geben und welche Fähigkeiten werden gefragt sein? Um diese Themen des Wissenschaftsjahrs 2018 – Arbeitswelten der Zukunft geht es in der Ausstellung auf der MS Wissenschaft.

Die interaktiven Ausstellungsstücke zu aktueller Forschung verschaffen einen einfachen Zugang zu wissenschaftlichen Themen. Sie laden insbesondere Jugendliche und Erwachsene zum Nachdenken über Wünsche an den eigenen Arbeitsalltag ein.

Abb. Ilja Hendel/WiD

Fotografien von Inge Werth

09.08.2018 10:00 - 14.10.2018 18:00

Inge Werth: Von Gastarbeitern bestreiktes Haus, FFM-Westend, Eppsteinerstr. 44, 1972 Copyright: Inge WerthDie Fotografin Inge Werth, 1931 in Stettin geboren, hielt mit ihrer Kamera eine bewegte Zeit gesellschaftlicher Umbrüche fest. Sie arbeitete für Medien wie die »Frankfurter Rundschau«, »Frankfurter Allgemeine Zeitung«, »Die Zeit« oder »Pardon« und erfasste die Rebellion der 1968er Generation gegen die bestehenden Verhältnisse. Prominente Großereignisse im öffentlichen Raum hielt sie ebenso fest wie Aktivitäten auf Nebenschauplätzen.

Die Ausstellung mit rund 100 Schwarzweiß-Fotografien der Fotografin legt den Schwerpunkt auf Ereignisse um das Jahr 1968. Die Fotografien in ihrer Verbindung von Kunst und Reportage führen den Betrachter an Schauplätze in Paris und Frankfurt am Mai. Sie zeigen studentische Unruhen und Protestaktionen ebenso wie kulturelle Ereignisse in jenen Aufbruchszeiten.

 

Zu sehen sein werden Aufnahmen der Frankfurter Buchmesse, der Aufführung von Peter Handkes Theaterstück »Publikumsbeschimpfung« oder des Ostermarsches 1966 unter Beteiligung der Sängerin Joan Baez.

 

Bildnachweis Inge Werth: Von Gastarbeitern bestreiktes Haus, FFM-Westend, Epp- 
steinerstr. 44, 1972 Copyright: Inge Werth

Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika

25.10.2018 - 27.01.2019

Wie kein anderer Maler zu seiner Zeit hat Wilhelm Kuhnert (1865–1926) die Vorstellung von Afrika geprägt. Als einer der ersten europäischen Künstler bereiste er Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die noch weitgehend unerforschten deutschen Kolonien in Ostafrika. Die auf diesen Reisen entstandenen Skizzen der dortigen Tier- und Pflanzenwelt dienten ihm als Vorlagen für monumentale Gemälde, die er nach seiner Rückkehr in seinem Berliner Atelier anfertigte und mit enormem Erfolg international ausstellte und verkaufte. Kuhnert folgte beim Malen einem fast wissenschaftlichen Vorgehen und erfasste das Charakteristische der Tiere wie der sie umgebenden Landschaft auf genaueste Weise.

Seine Tierdarstellungen wurden in zoologischen Büchern wie Brehms Tierleben und in Publikationen des Frankfurter Zoodirektors Wilhelm Haacke ebenso verbreitet wie auf Schulwandbildern. Selbst auf Schokoladenverpackungen der Firma Stollwerck fanden sich seine Werke. Obwohl Wilhelm Kuhnert bis heute zu den meistgesammelten akademischen Malern gehört, ist sein Werk einer großen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert nun die erste umfassende Retrospektive zum Leben und Werk des Künstlers.

Die Ausstellung vereint neben Studien und Gemälden aus europäischen und amerikanischen Museen, Privatsammlungen und dem Nachlass Kuhnerts auch zahlreiche Druck- und Werbegrafiken sowie Publikationen des Künstlers. Es ist eine umfassende Wiederentdeckung einer außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei wird Kuhnerts Werk nicht nur als Spiegel der Kunst- und Naturwissenschaftsgeschichte verstanden, sondern auch vor dem Hintergrund der Kolonialgeschichte beleuchtet.

Abb.: Schirn_Presse_Kuhnert_Loewenkopf_im_Profil_undatiert.jpg
Wilhelm Kuhnert, Löwenkopf im Profil, ohne Datum. Öl auf Leinwand, 87 x 101.5 cm, Privatsammlung, Foto: Jens WeyersPowered by TCPDF (www.tcpdf.org)1 /

01.11.2018 10:00 - 03.02.2019 18:00

Wildnis

In Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten dieser Welt weitgehend verschwunden sind und ein „unberührter Naturzustand“ fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert, kehrt die „Wildnis“ zurück in die Kunst. Die Suche nach letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerisches Medium, Visionen einer posthumanen Welt prägen die Werke vieler zeitgenössischer Künstler ebenso wie die Neuverhandlung des Verhältnisses von Mensch und Tier.

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dieser wiederkehrenden Faszination eine umfassende Themenausstellung, in der rund 100 bedeutende Kunstwerke u. a. von Julian Charrière, Marcus Coates, Tacita Dean, Mark Dion, Jean Dubuffet, Max Ernst, Asger Jorn, Joachim Koester, Ana Mendieta, Georgia O’Keeffe, Gerhard Richter, Henri Rousseau und Carleton E. Watkins präsentiert werden.

Abb.:Henri Rousseau, Le lion, ayant faim, se jette sur l'antilope, 1898 – 1905, Oil on canvas, 200 x 301 cm, Fondation Beyeler,Riehen/Basel, Sammlung Beyeler, Foto: Robert Bayer, Basel

09.03.2018 - 01.03.2028

Koffer Walter MeckauerWas bedeutet es, ins Exil gehen zu müssen? Was erlebt man dort? Gibt es ein Ende des Exils? Und was bleibt vom Exil?

Etwa 500.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 aus dem Machtbereich der nationalsozialistischen Diktatur ins Exil gezwungen. Ihnen gemeinsam war, dass sie ausgegrenzt und verfolgt wurden. Die konkreten Anlässe und Zeitpunkte ihrer Flucht hingegen unterschieden sich, so wie auch ihre Wege, Ziele und Erfahrungen im Exil.

Der spezifische Zuschnitt des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek erlaubt einen multiperspektivischen Blick auf dieses Exil. Die Dauerausstellung zeigt ausschließlich Originale aus dem Bestand des Archivs.

Eingebettet in einen Prolog und einen Epilog gliedert sich die Ausstellung in drei thematische Hauptkapitel: Auf der Flucht – Im Exil – Nach dem Exil. Diese sind in jeweils mehrere kleinere Kapitel unterteilt. Die Ausstellung liefert einen weitreichenden Überblick über das Phänomen des deutschsprachigen Exils 1933-1945, versteht sich jedoch zugleich als ein Plädoyer für den Blick auf Details und für Multiperspektivität im Umgang mit Geschichte.

Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 sammelt Zeugnisse des Exils: Publikationen, institutionelle und persönliche Nachlässe. Es sammelt berufsübergreifend und unabhängig von der Prominenz einer Person. Seine Gründung in der frühen Nachkriegszeit wurde von Exilierten selbst mitinitiiert. Sie sahen darin ein Instrument der politischen Aufklärung.

Mit seiner virtuellen Ausstellung "Exil. Erfahrung und Zeugnis" macht das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 ausgewählte Exponate seiner gleichnamigen Dauerausstellung online zugänglich.

Information und Kontakt

Öffnungszeiten ab dem 9. März 2018:

Montag bis Freitag 9:00–21:30 Uhr

Samstag 10:00–17:30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen geschlossen

Eintritt frei

Abbildung: Koffer von Walter Meckauer, in dem er seine Kurzgeschichten aufbewahrte, um 1933, Deutsches Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek, TNL Walter Meckauer, EB 85/028