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Reise in die Arbeitswelten der Zukunft

15.09.2018 10:00 - 17.09.2018 19:00

Quelle: Ilja Hendel/WiDDas Ausstellungsschiff MS Wissenschaft macht im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung vom 15. bis 17.09 in Frankfurt halt. Zum Thema "Arbeitswelten der Zukunft" werden dabei interaktive Exponate für Kinder ab 12 Jahren zugänglich gemacht. Der Eintritt ist frei. Schulklassen können sich direkt auf der Webseite der MS Wissenschaft anmelden.

Wie verändert digitale Technik das Arbeitsleben in Büros und Fabrikhallen? Was macht gute Arbeit aus, was fördert Kreativität und Zufriedenheit? Und: Welche Berufe wird es in Zukunft geben und welche Fähigkeiten werden gefragt sein? Um diese Themen des Wissenschaftsjahrs 2018 – Arbeitswelten der Zukunft geht es in der Ausstellung auf der MS Wissenschaft.

Die interaktiven Ausstellungsstücke zu aktueller Forschung verschaffen einen einfachen Zugang zu wissenschaftlichen Themen. Sie laden insbesondere Jugendliche und Erwachsene zum Nachdenken über Wünsche an den eigenen Arbeitsalltag ein.

Abb. Ilja Hendel/WiD

Fotografien von Inge Werth

09.08.2018 10:00 - 14.10.2018 18:00

Inge Werth: Von Gastarbeitern bestreiktes Haus, FFM-Westend, Eppsteinerstr. 44, 1972 Copyright: Inge WerthDie Fotografin Inge Werth, 1931 in Stettin geboren, hielt mit ihrer Kamera eine bewegte Zeit gesellschaftlicher Umbrüche fest. Sie arbeitete für Medien wie die »Frankfurter Rundschau«, »Frankfurter Allgemeine Zeitung«, »Die Zeit« oder »Pardon« und erfasste die Rebellion der 1968er Generation gegen die bestehenden Verhältnisse. Prominente Großereignisse im öffentlichen Raum hielt sie ebenso fest wie Aktivitäten auf Nebenschauplätzen.

Die Ausstellung mit rund 100 Schwarzweiß-Fotografien der Fotografin legt den Schwerpunkt auf Ereignisse um das Jahr 1968. Die Fotografien in ihrer Verbindung von Kunst und Reportage führen den Betrachter an Schauplätze in Paris und Frankfurt am Mai. Sie zeigen studentische Unruhen und Protestaktionen ebenso wie kulturelle Ereignisse in jenen Aufbruchszeiten.

 

Zu sehen sein werden Aufnahmen der Frankfurter Buchmesse, der Aufführung von Peter Handkes Theaterstück »Publikumsbeschimpfung« oder des Ostermarsches 1966 unter Beteiligung der Sängerin Joan Baez.

 

Bildnachweis Inge Werth: Von Gastarbeitern bestreiktes Haus, FFM-Westend, Epp- 
steinerstr. 44, 1972 Copyright: Inge Werth

Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika

25.10.2018 - 27.01.2019

Wie kein anderer Maler zu seiner Zeit hat Wilhelm Kuhnert (1865–1926) die Vorstellung von Afrika geprägt. Als einer der ersten europäischen Künstler bereiste er Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die noch weitgehend unerforschten deutschen Kolonien in Ostafrika. Die auf diesen Reisen entstandenen Skizzen der dortigen Tier- und Pflanzenwelt dienten ihm als Vorlagen für monumentale Gemälde, die er nach seiner Rückkehr in seinem Berliner Atelier anfertigte und mit enormem Erfolg international ausstellte und verkaufte. Kuhnert folgte beim Malen einem fast wissenschaftlichen Vorgehen und erfasste das Charakteristische der Tiere wie der sie umgebenden Landschaft auf genaueste Weise.

Seine Tierdarstellungen wurden in zoologischen Büchern wie Brehms Tierleben und in Publikationen des Frankfurter Zoodirektors Wilhelm Haacke ebenso verbreitet wie auf Schulwandbildern. Selbst auf Schokoladenverpackungen der Firma Stollwerck fanden sich seine Werke. Obwohl Wilhelm Kuhnert bis heute zu den meistgesammelten akademischen Malern gehört, ist sein Werk einer großen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert nun die erste umfassende Retrospektive zum Leben und Werk des Künstlers.

Die Ausstellung vereint neben Studien und Gemälden aus europäischen und amerikanischen Museen, Privatsammlungen und dem Nachlass Kuhnerts auch zahlreiche Druck- und Werbegrafiken sowie Publikationen des Künstlers. Es ist eine umfassende Wiederentdeckung einer außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei wird Kuhnerts Werk nicht nur als Spiegel der Kunst- und Naturwissenschaftsgeschichte verstanden, sondern auch vor dem Hintergrund der Kolonialgeschichte beleuchtet.

Abb.: Schirn_Presse_Kuhnert_Loewenkopf_im_Profil_undatiert.jpg
Wilhelm Kuhnert, Löwenkopf im Profil, ohne Datum. Öl auf Leinwand, 87 x 101.5 cm, Privatsammlung, Foto: Jens WeyersPowered by TCPDF (www.tcpdf.org)1 /

01.11.2018 10:00 - 03.02.2019 18:00

Wildnis

In Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten dieser Welt weitgehend verschwunden sind und ein „unberührter Naturzustand“ fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert, kehrt die „Wildnis“ zurück in die Kunst. Die Suche nach letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerisches Medium, Visionen einer posthumanen Welt prägen die Werke vieler zeitgenössischer Künstler ebenso wie die Neuverhandlung des Verhältnisses von Mensch und Tier.

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dieser wiederkehrenden Faszination eine umfassende Themenausstellung, in der rund 100 bedeutende Kunstwerke u. a. von Julian Charrière, Marcus Coates, Tacita Dean, Mark Dion, Jean Dubuffet, Max Ernst, Asger Jorn, Joachim Koester, Ana Mendieta, Georgia O’Keeffe, Gerhard Richter, Henri Rousseau und Carleton E. Watkins präsentiert werden.

Abb.:Henri Rousseau, Le lion, ayant faim, se jette sur l'antilope, 1898 – 1905, Oil on canvas, 200 x 301 cm, Fondation Beyeler,Riehen/Basel, Sammlung Beyeler, Foto: Robert Bayer, Basel

09.03.2018 - 01.03.2028

Koffer Walter MeckauerWas bedeutet es, ins Exil gehen zu müssen? Was erlebt man dort? Gibt es ein Ende des Exils? Und was bleibt vom Exil?

Etwa 500.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 aus dem Machtbereich der nationalsozialistischen Diktatur ins Exil gezwungen. Ihnen gemeinsam war, dass sie ausgegrenzt und verfolgt wurden. Die konkreten Anlässe und Zeitpunkte ihrer Flucht hingegen unterschieden sich, so wie auch ihre Wege, Ziele und Erfahrungen im Exil.

Der spezifische Zuschnitt des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek erlaubt einen multiperspektivischen Blick auf dieses Exil. Die Dauerausstellung zeigt ausschließlich Originale aus dem Bestand des Archivs.

Eingebettet in einen Prolog und einen Epilog gliedert sich die Ausstellung in drei thematische Hauptkapitel: Auf der Flucht – Im Exil – Nach dem Exil. Diese sind in jeweils mehrere kleinere Kapitel unterteilt. Die Ausstellung liefert einen weitreichenden Überblick über das Phänomen des deutschsprachigen Exils 1933-1945, versteht sich jedoch zugleich als ein Plädoyer für den Blick auf Details und für Multiperspektivität im Umgang mit Geschichte.

Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 sammelt Zeugnisse des Exils: Publikationen, institutionelle und persönliche Nachlässe. Es sammelt berufsübergreifend und unabhängig von der Prominenz einer Person. Seine Gründung in der frühen Nachkriegszeit wurde von Exilierten selbst mitinitiiert. Sie sahen darin ein Instrument der politischen Aufklärung.

Mit seiner virtuellen Ausstellung "Exil. Erfahrung und Zeugnis" macht das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 ausgewählte Exponate seiner gleichnamigen Dauerausstellung online zugänglich.

Information und Kontakt

Öffnungszeiten ab dem 9. März 2018:

Montag bis Freitag 9:00–21:30 Uhr

Samstag 10:00–17:30 Uhr, an Sonn- und Feiertagen geschlossen

Eintritt frei

Abbildung: Koffer von Walter Meckauer, in dem er seine Kurzgeschichten aufbewahrte, um 1933, Deutsches Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek, TNL Walter Meckauer, EB 85/028